"bunt statt blau"

Kunst gegen Komasaufen

buntEtwa 10000 Schüler haben sich in diesem Frühjahr an der bundesweiten Kampagne "bunt statt blau" zum Thema Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen beteiligt. Nun stehen die Gewinner der Vorrunde fest: Das beste Plakat aus der Region stammt von Mara Sackschewski. Auf dem Siegertreppchen befindet sich Maria in guter Gesellschaft, denn mit Raphael Haller und Anabel Grütter haben zwei weitere Vertreter unserer Schule den zweiten beziehungsweise dritten Platz belegt.
"Wir suchen jetzt bereits im fünften Jahr kreative und plakative Botschaften von Jugendlichen gegen das Rauschtrinken", erklärte Jan Wiedelmann, Leiter der DAK-Gesundheit in Diepholz, bei der Siegerehrung in Barnstorf. Seine Krankenkasse hat die Kampagne in Zusammenarbeit mit der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler initiiert. Erklärtes Ziel ist es, den Alkoholmissbrauch bei jungen Menschen zu thematisieren und damit auch ein Stück weit Präventionsarbeit zu leisten.
"Die Bilder der jungen Künstler zeigen nicht nur die Gefahren von Alkohol-missbrauch auf, sondern auch Auswege und Hilfe. Das ist das Besondere dieser erfolgreichen Präventionskampagne", so Wiedelmann weiter. Die Aktion

"bunt statt blau" treffe den Nerv vieler Jungen und Mädchen. Durch die künstlerische Herausforderung beschäftigten sich die Jugendlichen völlig neu mit dem Thema Alkohol. "Ich gehe davon aus, dass die Künstler durch den Wettbewerb künftig vernünftiger mit Bier, Schnaps oder Wein umgehen."

Laut Statistik seien im Jahr 2012 mehr als 26500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet, berichtet der Vertreter der Krankenkasse. Allein in Niedersachsen habe es 2288 Betroffene gegeben. Weil die Zahl der Komasäufer seit 2000 bundesweit stark gestiegen ist, laden DAK-Gesundheit, Bundesdrogenbeauftragte und regionale Schirmherren seit fünf Jahren Jugendliche zum Plakatwettbewerb "bunt statt blau" ein. Die Aktion mit inzwischen mehr als 60000 Teilnehmern gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt mehrere Auszeichnungen.
Die Regionalsieger aus Barnstorf können sich über eine Sporttasche und ein Handtuch freuen. Und wer weiß, vielleicht kommen in den nächsten Wochen noch weitere Preise hinzu. Eine Jury mit der Band "Luxuslärm" wird die Bundesgewinner 2014 wählen. Gut möglich, dass Mara, Raphael oder Anabel dann erneut voller Stolz ihre selbst entworfenen Plakate präsentieren dürfen.

 


 
 
 
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