Verschwiegenheit garantiert

Marina Nolte ist seit vier Jahren an der Hülsmeyer-Schule für die Beratung von Schülern angestellt

BARNSTORF(bau) In der vergangenen Woche starteten wir mit Teil 1 zum Thema „Sozialarbeit macht Schule“ an der Christian-Hülsmeyer- Schule und stellten den Bereich der Berufsfindung vor. Heute ist im zweiten Teil die Beratung Jugendlicher an der Reihe.

Marina Nolte, ausgebildet zur Diplom-Pädagogin, ist seit vier Jahren an dieser Schule für die Beratung von Schülern angestellt. Wichtiger als alles Wissen und jede Erfahrung ist eine Vertrauensbasis, die sie sich durch absolute Verschwiegenheit und Loyalität gegenüber den Schülern erworben hat.

Schüler können mit ihren Sorgen, die durchaus nicht nur die Schule betreffen, zu ihr kommen und erfahren Rat ohne befürchten zu müssen, dass andere – auch Eltern – davon erfahren.

nolteNeben diesen Gesprächen organisiert Marina Nolte eine Vielzahl von Trainingsprogrammen. Die fünften Klassen durchlaufen einen Selbstbehauptungskursus und Verkehrserziehung. Bei der Vielzahl der angebotenen Kurse ist auch Ziel, die Klassengemeinschaft zu fördern und Zusammenhalt zu stärken. In den sechsten Klassen wird ein Gewaltpräventionskursus in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt. Die siebten Klassen werden zum Thema „Suchtprävention mit legalen Drogen“ (Alkohol) geschult und es gibt Kurse zu Cybermobbing und Medienkompetenz, wobei kompetentes Fachpersonal herangezogen wird. In den achten Klassen kommt das Thema „Illegale Drogen“ in Zusammenarbeit mit der Polizei auf die Tagesordnung. Daneben gibt es Einzel-, Gruppen- und Klassentraining, die in der Hauptsache sozialen Umgang miteinander üben. „Wie benehme ich mich in der Schule Mitschülern und Lehrern gegenüber und wie kann ich falsches Verhalten ändern?“, was nach Bedarf und Situation durchgeführt wird. Es soll Jugendlichen ein Konzept zur Selbsthilfe geben. Sie werden in die Lage versetzt, selbstständig und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen, die sie nicht mit Mitschülern und vor dem Gesetz in Konflikt bringen. Manchmal, was meist in der Einzel- und auch Kleingruppenberatung auftritt, wenn Wut und Frust einfach zu groß sind, hat Nolte ein probates Mittel: „Rauslassen!“ Ein Bewegungsraum mit Trainingsgeräten, einer speziellen „Kampfecke“ und ein Hängeboxsack sind hilfreiche Diener. Nach festen Regeln, damit sich Schüler nicht verletzen, darf in diesem Raum gerangelt, gekämpft und „Dampf abgelassen“ werden. Die Ausbildung von „Pausenbodys“ (Schüler, die bei Handgreiflichkeiten eingreifen und Streit schlichten), die Ausbildung von Streitschlichtern und die Schulung von Schulsanitätern liegt in ihrer Hand. Eltern gibt sie bei Bedarf Beratung über außerschulische Erziehungshilfen. Schulübergreifende Informationsveranstaltungen, wie kürzlich zum Thema „Medienkompetenz“ (wir berichteten), werden von ihr geplant und mit Fachleuten besetzt. Marina Nolte hat für die Zukunft auch noch weitere Projekte geplant. Marina Nolte ist im Zimmer B 106 zu erreichen und steht telefonisch unter dem Telefon des Sekretariats 054422382 zur Verfügung. Auch Eltern mit der Frage „Was sollen wir nur machen?“ können sich an sie wenden. Sprechzeiten sind von 9 Uhr bis 15.30 Uhr. Gesprächstermine von Eltern sollten vorher vereinbart werden.

Foto: Strümpler
© 2010 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft
Diepholz Ausgabe 43 20.02.2010 Seite 22


 
 
 
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