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Klare: „Oberschule eine Superchance“

LANDKREIS(sdl)Die Oberschule schlägt hohe Wellen: Eltern, Schulleiter und Politiker im Landkreis diskutieren über die neue Schulform, mit der die Landesregierung die Bildungschancen verbessern will. Die Mitglieder des Landkreis- Fachausschusses für Bildung und Kultur hielten sich in Weyhe allerdings noch bedeckt. Zu viele Fragen seien offen.

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Schulleiter: „Das ist die Chance für Barnstorf“

Ulrich Zieske sieht Vorteile in Oberschule / Lehrerfortbildung hilfreich für Klassenverband

BARNSTORF(sp)Die Schulstrukturreform hat an vielen Orten für eine Überraschung gesorgt. Auch Ulrich Zieske, Leiter der Christian-Hülsmeyer-Schule, hätte vor einigen Tagen nicht gedacht, dass die Einführung eines gymnasialen Zweiges plötzlich auch in Barnstorf möglich wird. Er will jetzt mit Kollegium und Elternrat das Thema diskutieren.

Der Rektor selbst steht der Einführung einer Oberschule positiv gegenüber: „Das ist die Chance für Barnstorf, eine gymnasiale Stufe zu bekommen!“ Aus Sicht der Samtgemeinde Barnstorf sei ein solches Angebot für die Weiterentwicklung der Bildungschancen sehr wichtig. Mit der Einführung eines gymnasialen Zweiges könne ein großes Klientel von guten Schülern weiter in Barnstorf unterrichtet werden.

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Gymnasiales Angebot für Barnstorf?

Schulreform bietet neue Chancen

BARNSTORF(sp)Die geplante Schulstrukturreform der CDULandtagsfraktion offenbart auch für die Samtgemeinde Barnstorf ganz neue Chancen. Mit der Einführung der so genannten Oberschule würde an der Christian-Hülsmeyer-Schule die Möglichkeit bestehen, ein gymnasiales Angebot in der Sekundarstufe I zu schaffen.
„Diese neue Oberschule ist ein Meilenstein in der Schulpolitik“, freut sich der heimische Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Klare (CDU) über den Beschluss seiner Landtagsfraktion. Im Zuge der Reform könnten sowohl zweizügige als auch dreizügige Haupt- und Realschulen in Oberschulen umgewandelt werden. Bei einer Dreizügigkeit könne ein gymnasialer Zweig für die fünfte bis zehnte Klasse eingerichtet werden. Diese Voraussetzungen seien in Barnstorf gegeben, weil dort die Schülerzahlen ausreichten.

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„Zeitung auch in Zukunft wichtig“

Auftakt von „Kisch“ in der Barnstorfer Christian-Hülsmeyer-Schule

BARNSTORF (cs) Gebündelte Informationen auf einen Blick, ausführliche Hintergründe, Wissenswertes aus der
weiten Welt, aber auch aus der engen Nachbarschaft – das alles kann eine Tageszeitung ihren Lesern bieten. Und
nicht nur das: „Zeitung lesen ist auch noch entspannend und relaxend“, findet Ulrich Zieske, Leiter der Christian-Hülsmeyer-
Schule in Barnstorf. „Deshalb denke ich, wird die Tageszeitung auch in der Zukunft noch wichtig sein.“
Damit auch seine Schüler ein Gespür für das bewährte gedruckte Medium entwickeln, macht die Haupt- und
Realschule seit Jahren beim Leseförderungsprojekt „Kisch“- Diepholzer Kreisblatt / Sulinger Kreiszeitung in der
Schule mit.
Kisch2Einen Tag nach ihren „Kisch“-Kollegen in Sulingen hatten für gestern die vier beteiligten achten Klassen der Christian-
Hülsmeyer-Schule zur Eröffnungsveranstaltung für die Region Diepholz eingeladen. Die Schüler und Lehrer zeigten den ganzen Vormittag über
mit einem kreativen, abwechslungsreichen Programm, dass sie sich nicht zum ersten Mal mit dem Thema Tageszeitung
beschäftigen.
„Wer immer nur auf den Fernseher starrt, bekommt einen steifen Hals. Bei der Zeitung geht es nach oben und unten, nach
links und nach rechts. Und wenn ich am Wochenende zum Beispiel mal Kartoffeln schälen muss, hilft mir die Zeitung auch
noch mehr als ein Laptop“, unterstrich Direktor Ulrich Zieske schmunzelnd die Vielseitigkeit des Mediums.
Dann übernahm Achtklässler Dominik Elsner die Moderation. Locker und souverän führt der Schüler durch die
Veranstaltung, während sich die Gäste und Jugendlichen der Klassen 8aR, 8gR, 8gH und 8hH in Kaffeehaus-Atmosphäre bei
Kakao und Croissants in die Lektüre vertiefen oder dem Programm folgen.
Zum Einstieg präsentierte eine Lehrerband den Song „Killing Me Softly“ - Dominik bezieht den Titel auf die schlechten
Nachrichten, „die wir ja täglich in der Zeitung lesen. Aber Zeitungen berichten ja auch über gute Sachen“, leitet er über, und
passend dazu singt eine Schülergruppe ihre Interpretation des Lieds „Krieger des Lichts“ von Silbermond.
Für jedes Ressort hatten sich die Klassen passende Showeinlagen ausgedacht – das Lokale wird von zwei tanzenden Pärchen
symbolisiert, den Sportteil erklärt eine gewagte Akrobatikvorstellung, und „für das Schönste an der Zeitung: die Geburts- und
Hochzeitsanzeigen“, wie Dominik betont, schmettert ein Chor den Hildegard-Knef- Klassiker „Für mich soll's rote Rosen
regnen“.
Beeindruckt von dieser besonderen Art, eine Zeitung vorzustellen, zeigten sich nicht nur die „Kisch“-Redaktion, sondern
auch die Sponsoren des Projekts, Stefanie Benkwitz und Lukas Konopinski von der Kreissparkasse. „Das Programm ist toll
geworden!“, lobte Benkwitz. „Das war meine zehnte 'Kisch'-Eröffnung und bisher die größte. Bei Euch waren die meisten
Schüler. Super.“
In den nächsten Wochen werden die Jugendlichen im Unterricht die Zeitung ganz genau kennen lernen, viel über
journalistische Darstellungsformen und Recherche erfahren und am Ende selbst spannende Themen aufgreifen und zu
Papier bringen. Die Ergebnisse sind anschließend in dieser Zeitung zu lesen.
Man darf gespannt sein.  

Kisch1

© 2010 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft
Diepholz, Ausgabe 251, 27.10.2010, Seite 19

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Reimen und rappen in "B-Town"   Popakademie veranstaltete Workshop mit Zehntklässlern / Viel Lob für Preisträger Paavo Hellwich   BARNSTORF(sp)Mit dem Gewinn eines bundesweiten Lyrics-Wettbewerbs verbuchte Paavo Hellwich (16) nicht nur einen persönlichen Erfolg, sondern bescherte seinen Mitschülern aus der Klasse R10g zugleich ein musikalisches Highlight. Als Hauptpreis wurde den Jungen und Mädchen gestern ein Workshop der Popakademie Baden-Württemberg zuteil, den zwei Referenten in der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf durchführten. "Es hat mir super gut gefallen, total aufregend", strahlte Paavo Hellwich gestern Nachmittag nach dem kleinen Konzert, das den Höhepunkt des lehrreichen Seminars bildete. Die 23 Schülerinnen und Schüler erlebten einen Unterricht der besonderen Art: Statt schreiben und rechnen war reimen und rappen angesagt. Die Experten aus Mannheim, als Wiege von Popgrößen wie den Söhnen Mannheims und Xavier Naidoo bekannt, produzierten mit der Klasse mehrere Lieder. Der nachdenkliche und zugleich provozierende Songtext "Wir können auch anders", mit dem Paavo Hellwich den Bundeswettbewerb der Stiftung Lesen gewonnen hatte, sowie zwei weitere kreative Texte aus der Feder der Realschüler bildeten die Grundlage für die musikalischen Beiträge. "Die Schüler sollen ihre eigenen Ideen umsetzen. Wir sind nur der Katalysator", erklärte Akademie-Absolvent Rodrigue Dang á Mira, in der Musikszene auch als "Young Roddie" bekannt, der den Workshop gemeinsam mit Luis Baltes leitete. Wirkoennen_presse Die beiden Referenten fanden sofort einen Draht zu den Zehntklässlern, vermittelten ihnen die Grundlagen des Hip-Hop, um dann eigenständig Songs entwickeln zu lassen. Das Ergebnis konnte sich sehen und vor allem hören lassen: Zum vorgegebenen Beat vom Tonträger, Reimen und rappen in "B-Town" bestehend aus Schlagzeug und Bass, entstanden Melodien und Texte, die das Gefühl und die Sprache der Jugendlichen widerspiegelten. "Das war richtig lustig, die Zusammenarbeit war gut und eine Erfahrung wert", meinte Pia Kenneweg aus Barnstorf. Die 15-jährige Schülerin hatte bisher noch nicht selbst musiziert, stellte in dem Workshop aber anerkennend fest, dass man mit Musik viel ausdrücken und sich identifizieren könne. Ihre Ideen konnte Pia in den Song "Mit der Zeit" einbringen, der in einer lebhaften Gruppenarbeit entwickelt wurde. Unterdessen beschäftigte sich die zweite Gruppe mit der Heimat der jungen Leute: Barnstorf, im produzierten Rap auch als "B-Town" besungen.

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Die Popakademie-Absolventen Luis Baltes (l.) und Rodrigue Dang á Mira (r.) rappten mit Paavo Hellwich

Soloauftritt mit der Gitarre: Helena Klein bereicherte das Konzert mit dem Song "Nothing Else Matters".

  Der dritte Song basierte natürlich auf dem prämierten Text von Paavo Hellwich, der von vielen Seiten gelobt wurde. "Er hat sich sehr viele Gedanken über die Gesellschaft und den positiven Umgang mit Gewalt gemacht", betonte Akademie-Vertreter Luis Baltes. Er und Rodrigue Dang á Mira standen dem jungen Songwriter dann auch stimmgewaltig zur Seite, als es darum ging, den frisch produzierten Rap vorzutragen. Lehrer, Eltern und Schüler konnten sich in der Aufführung im Musikraum davon überzeugen, was die Klasse am Vormittag gelernt hatte. Bei dieser Gelegenheit hob Klassenlehrerin Dorit Schierholz hervor, dass dem Workshop eine intensive Arbeit im Musik- und Deutsch-Unterricht voraus gegangenen war. Die Schüler hätten sich intensiv mit dem Thema Zivilcourage und Gewaltprävention beschäftigt, berichtete Schierholz. Die überaus gelungenen Beiträge stünden unter dem Motto "Respekt und Wertschätzung". Zu hoffen bleibe, dass die Jugendlichen ihre eindrücklichen Worte auch in ihrer Zukunft, in ihrem Leben umzusetzen versuchten.   ©  2010 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft Diepholz Ausgabe 234 07.10.2010 Seite 24     zurück zum Artikel