Diepholzer Kreiszeitung 06.04.2006
Blicke auf den Stundenplan der Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf
Teil 7:

Im Foyer der Christian-Hülsmeyer Schule werden (die) Fäden gezogen

BARNSTORF (rr)
Eines von zahlreichen Angeboten zur sinnvollen Pausengestaltung / Mittlerweile 15 Honorarkräfte auf der Lohnliste
Im Foyer der Christian-Hülsmeyer Schule werden (die) Fäden gezogen. Es ist sicher nicht ungewöhnlich, dass an einer solchen Örtlichkeit vis-a-vis von Schulleitung und Lehrerzimmer auch Entscheidungen getroffen werden, doch diese "Fadenspiele" dienen einem anderen Zweck - dem Pausenspaß.
Svenja (11) ist von dieser Form der Pausengestaltung begeistert: "Sonst würden wir ja nur rumsitzen. Gleichzeitig möchte sie für diesen Zeitraum zwischen den Unterrichtsstunden aber noch mehr Angebote. Damit rennt sie bei Rektor Ulrich Zieske offene (Schul-)Türen ein: "Ich bin sehr dafür." An zwei Tagen der Woche werden bereits besondere Angebote gemacht: Fadenspiele mit Ulrike Grünig und autogenes Training mit Marina Nolte.
Nach erfolgtem Umbau erfreut sich zudem das Internet-Café so großer Beliebtheit wie die aufgestellten Fußball-Kicker, die stets dicht umlagert sind. Aber auch die Hausaufgabenbetreuung, begleitet von Studenten oder Lehrern, stößt auf eine nicht geglaubte Resonanz. Zieske: "Das hat mich schon überrascht."
Diepholzer Kreiszeitung 26.04.2006
Blicke auf den Stundenplan der Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf
Teil 8:

"Baggern" bei der Zusammenarbeit

BARNSTORF (rr)
Ein Teil des Konzeptes der Ganztagsschule: Kooperationsverträge mit Institutionen und heimischen Vereinen

Baggern unten und Pritschen oben - das sind Spieltechniken beim Volleyball. Dass diese Sportart auf dem Stundenplan der Christian-Hülsmeyer Schule steht, ist einem Kooperationsvertrag mit dem MTV Barnstorf zu verdanken. Und von dieser Art der Zusammenarbeit profitieren beide Seiten.
Damit ist die Lehr- und Lernschmiede an der Walsener Straße "im Plan". Das Konzept der Ganztagsschule sieht vor, dass Kooperations- Verträge mit Institutionen oder Vereinen abgeschlossen werden können. Darin vereinbaren die Kooperations- Partner für einen festgelegten Zeitraum die Durchführung besonderer schulischer Angebote. Auf diese Weise können die Schulen die Palette der Lernmöglichkeiten ' erweitern und ihre Attraktivität steigern.
Aber auch die Schulpartner können auf vielfältige Weise von dieser Art der Zusammenarbeit profitieren: Werbung für die eigene Einrichtung, bezahlte Beschäftigung von Mitarbeitern und/ oder Umsetzung von eigenen Zielen.
"Besonders groß bei uns war und ist die Nachfrage nach Sport," erläutert Rektor Ulrich Zieske. So sei seine Schule an den MTV Barnstorf herangetreten und habe ihm eine Kooperation durch Hinweis auf ideale Nachwuchs-Werbung schmackhaft gemacht. Vier Angebote konnten unterbreitet werden: Handball, Jazzdance, Tischtennis und Volleyball. Das habe allerdings zu einer Dreifach-Belegung einer einzelnen Halle geführt und dazu, dass für Handball keine Kapazitäten übrig geblieben seien. Deshalb habe die Schule nun einen Antrag auf die volle Nachmittags-Nutzung beider Hallen gestellt, zumal ab August auch noch die 9. Klassen in die Sportangebote eingebunden werden sollen, erklärt Zieske.
Diepholzer Kreiszeitung 19.05.2006
Blicke auf den Stundenplan der Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf
Teil 9:

Wenn der Diesel mit Erdnüssen "läuft"

BARNSTORF (rr)
Nur eins von zahlreichen praxisorientierten Themen im "Schwerpunktbereich Naturwissenschaften"

Kathleen, Christine und Jana kochten ihr ganz besonderes ,,Süppchen". Das eignete sich weniger zum Löffeln, sondern mehr zum ,,Laufen-Lassen" eines Fahrzeug-Motors.
Zu Gast im Chemie-Unterricht der neunten Realschulklasse der Christian-Hülsmeyer-Schule schauten wir den drei 15-jährigen Mädchen über die Schulter, wie sie Öl aus Raps-, Erdnuss- oder Sonnenblumen-Saaten gewannen.
Da wurde gemörsert, abgefiltert, Siedesteinchen hinzugefügt, gekocht und destilliert - bis der Spiritus herauslief. Fachkundig konnten die Mädchen die ganze Prozedur erklären und hatten obendrein noch Spaß: ,,Das machen wir gern, das ist interessant."
Wenige Baujahre von der Führerschein-Prüfung entfernt, stellte sich die Frage, ob die jungen Damen sich auch ein mit Biodiesel betriebenes Auto kaufen würden? ,,Durchaus", hieß die Antwort, und Christine erzählte, dass ihr Vater ohnehin einen Dieselwagen fährt. ,,Der ist nachrüstbar," ergänzte der an diesem Tage unterrichtende Fachkonferenzleiter für Chemie, Gerhard Beckmann (58), zu ,,alternative Brennstoffe".
Eines der zahlreichen Themen des ,,Schwerpunktbereiches Naturwissenschaften", den die Gesamtkonferenz vor drei Jahren für die Realschule bestimmt hat. Die Schülerinnen und Schüler, die nicht am Französisch-Unterricht teilnehmen, erhalten vom 6. bis zum 10. Schuljahr jede Woche acht Stunden Unterricht in Biologie, Chemie, Physik, Technik und Informatik.
Mit dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt sollen die Schüler besonders befähigt werden, unsere technisierte Welt zu verstehen. Sie sollen aber auch die Notwendigkeit des verantwortlichen Umgangs mit wissenschaftlichen Entwicklungen einsehen und so gut auf die Anforderungen vieler Berufe vorbereitet werden.
 
 
 
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