Diepholzer Kreiszeitung 20.03.2007
Blicke auf den Stundenplan der Christian - Hülsmeyer - Schule Barnstorf Teil 16:

Auf selbstbewusstem „Weg der Frauen“

BARNSTORF (rr) Wendo-Kursus mit Trainerin Sabine Müller sollte den jungen Teilnehmerinnen nicht nur den Rücken stärken

Lisa (12) weiß nun, wie man jemandem „treffsicher aufs Ohr hauen" und somit einen Angreifer abwehren kann. Denn „Wendo", das ist „der Weg der Frauen".
Diese in den 70er Jahren von einer kanadischen Familie speziell für Frauen und Mädchen entwickelte Art der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung wird in Barnstorf seit längerem gelehrt. So auch in einer Arbeitsgemeinschaft an der Christian-Hülsmeyer-Schule, die als Kooperationspartnerin die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Best und als Co-Finanzier die Samtgemeinde gewinnen konnte.
Oberstes Ziel von Wendo ist es, Frauen und Mädchen den Rücken zu stärken, ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu steigern und sie auf ihrem persönlichen Weg zu unterstützen - ihnen Mut zu geben, diesen zu gehen. Dem fühlt sich auch in besonderem Maße Sabine Müller (46) aus Bassum verpflichtet. Seit 18 Jahren unterrichtet sie Wendo. Dazu war eine dreijährige Ausbildungszeit mit zehn Stunden wöchentlich bei verschiedenen Trainerinnen im Großraum Bremen notwendig. Erst dann - nach persönlicher Einschätzung einer „Meisterin" - wurde Sabine Müller als Wendo-Trainerin „zugelassen".
Sie hält sich mit Volleyball und Badminton fit. Körper training, beispielsweise für die 15 Mal zwei Unterrichtsstunden mit den Mädchen der Hülsmeyer-Schule.
Diepholzer Kreiszeitung 24.03.2007
Blicke auf den Stundenplan der Christian - Hülsmeyer - Schule Barnstorf
Teil 17:

„Die Alteren können gut erklären"

BARNSTORF (rr)
AG-Projekt „Schüler helfen Schüler" als Kooperation der Hülsmeyer-Schule mit den Grundschulen ist angelaufen
„Meistens läuft es gut, aber manchmal sind die Kleinen ganz schön frech," urteilt einer „der Großen". Das Stimmungsbild kommt aus dem in der Samtgemeinde Barnstorf angelaufenen Projekt „Schüler helfen Schülern". Diese Art der Kooperation zwischen den Grundschulen und der Ganztagsschule ist bislang einmalig im Landkreis Diepholz.
Die Initiative dazu hatte der Fachdienst Jugend beim Landkreis ergriffen, nachdem Interesse und Bedarf (positiv) ermittelt worden waren. „Das beidseitige Lernen steht für uns. im Mittelpunkt", erklärt Ulrike Heine vom Fachdienst. „Und es war und ist wichtig, dass diese Form der Nachhilfe angeleitet wird", fügt ihre Kollegin Katja Fäth hinzu. So wurden alle Beteiligten „auf Führungsebene" zusammengeführt und eine Arbeitsgruppe gebildet, um die verschiedenen Wünsche und Möglichkeiten auszutauschen und letztlich das Projekt selbst zu gründen.
Ziele des Projektes sind:

• ein Unterstützungsangebot an Eltern von Grundschulkindern
• die Schaffung einer erhöhten Motivation für die Erledigung der Hausaufgaben und deren Begleitung
• die Verbindung der CHS mit den umliegenden Grundschulen durch ein konkretes Projekt zu intensivieren
• die Kontakte untereinander zu verstärken.
Diepholzer Kreiszeitung 12.05.2007
Blicke auf den Stundenplan der Christian - Hülsmeyer - Schule Barnstorf
Teil 18:

"Auf Fahrt nach Paris" zum Diplom

BARNSTORF (rr)
Erstmals Französisch-Zertifikat für vier Realschülerinnen

„Das hatte ich mir schwerer vorgestellt," bekennt Nina (16). Dass sie und drei andere Mädchen der Christian-Hülsmeyer-Schule etwas Außergewöhnliches geschafft haben, ist ihnen nicht bewusst: Als erste Realschülerinnen aus dem Land­kreis Diepholz erwarben sie das staatliche Sprachdiplom A1 in Französisch. Die darauf „mächtige stolze" Französischlehrerin Ulrike Scharfe (60) hatte dazu mit Schuljahresbeginn eine nachmittägliche „DELF-AG" gegründet. Die Abkürzung steht für „Diplome d'etudes en Langue Franchise", ein Zertifikat für ein staatliches Sprachdiplom, das nach erfolgreich abgelegter Prüfung vom französischen Erziehungsministerium vergeben wird. Die Zertifikate sind standardisiert und weltweit anerkannt. Der Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen Lebenssituationen steht damit im Mittelpunkt. Dem trug Ulrike Scharfe natürlich Rechnung, als sie 40 Stunden lang nachmittags mit den vier Mädels übte. Von „pauken" konnte keine Rede sein. „Das hat schon Spaß gemacht," blickt Dana (16) zurück. „Auf jeden Fall," bestätigt Karen (15), „in der Gruppe ging das eben besser." Kein Wunder, denn auch Spielfilme auf Französisch wie „Geburtstag bei Oma" oder „Fahrt nach Paris" standen auf dem Lehrplan. Die gestandene Pädagogin sieht im „DELF scolaire" nur Vorteile für ihre Schülerinnen und Schüler: „Sie lernen frühzeitig, wie Prüfungen dieser Art organisiert sind, und wie sie sich selbst auf Prüfungssituationen einstellen und diese meistern können." Zudem würden sie im Rahmen ihrer Schulausbildung ein international anerkanntes Zertifikat erwerben, das ihnen - als Ergänzung zu den deutschen staatlichen Prüfungen - sehr von Nutzen sein könne. Es helfe weltweit in vielen Situationen, in denen Französischkenntnisse nachzuweisen seien: Studium, Praktikumssuche und Beruf. Nach dem Training der vier so genannten kommunikativen Kompetenzen (Hörverständnis, Lesefähigkeit sowie mündlicher und schriftlicher Ausdruck) stellten sich die vier Schülerinnen der 10. Klasse den mündlichen und schriftlichen Fragen: Karen Heidenreich, Nina Kenneweg, Esther Strathmann und Dana Thiel.

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