Presseberichte

Rat stimmt für „Vereinssporthalle“

Rat stimmt für „Vereinssporthalle“

Dorit Schierholz: Schülerarbeit nicht gewürdigt

BARNSTORF Bei zwei Gegenstimmen lehnte der Barnstorfer Fleckensrat den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ab, die neue Sporthalle in „Moritz-Wesemann-Halle“ zu benennen. Zuvor hatte sich die Barnstorfer Geschichtswerkstatt der Christian-Hülsmeyer-Schule unter Leitung von Dorit Schierholz sich mit der Rolle Wesermanns befasst und für eine solche Benennung der neue Halle an der Walsener Straße ausgesprochen. Sie führten an, Wesermann sei dafür geradezu prädestiniert als Mitbegründer des MTV Barnstorf, dem Gemeinderat angehörte und im Männergesangverein , im Kreissängerbund und im Schützenverein aktiv war.1933 musste er alle Ämter niederlegen und wurde 1935 ausgebürgert. Ein Jahr später starb der letzte jüdische Bürger, der auf dem Barnstorfer Friedhof seine letzte Ruhestätte fand. Klaus Schmelz unterstrich, man müsse die Arbeit der Schüler gerade für Moritz Wesermann wertschätzen und ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Die aktuellen Ereignisse machten deutlich, wie wichtig es sei, Aufklärung und aktive Integrationspolitik zu betreiben. Ludolf Roshop sah es als nicht richtig an, eine Person so in den Vordergrund rücken zu wollen. In der Halle werde Sport betrieben und daher solle man keinen Namen vergeben, um Raum für mögliche Sponsoren zu lassen. Klaus Naber: „Mit der Wesermann-Straße haben wir genug für sein Andenken getan.“ Bei der Sporthalle handele es sich um eine Stätte, bei der in die Zukunft, nicht zurück gesehen werde. Daher sollte der Name neutral gehalten werden. Schüler unterstrichen dagegen die großen Verdienste Wesermanns für Barnstorf und im Besonderen für den Sport im Flecken. Das habe hier noch keine Anerkennung gefunden. Zudem werde bei Christian Hülsmeyer ja auch an verschiedenen Stellen in der Gemeinde an ihn durch Namensgebungen erinnert. Nachdem sich der Rat gegen eine „Moritz-Wesermann-Halle“ ausgesprochen hatte meinte Lehrerin Dorit Schierholz, durch die Nicht-Benennung in Wesermann-Halle sei auch die Arbeit der Schülerinnen und Schüler trotz Beteuerungen der Ratsmitglieder nicht gewürdigt worden. up   © 2012 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft Diepholz, Diepholz 122 vom 26.05.2012, Seite: 14 zurück