Presseberichte

Niederlage für die Schüler

Niederlage für die Schüler

Von Uwe Peter

Nun wird es also doch nicht nichts mit einer „Moritz-Wesermann-Halle“ in Barnstorf. Dabei hätte es sich doch angeboten, ihn als Mitbegründer des MTV und bis 1933 im Rat und in Vereinen aktiv, ein weiteres Denkmal zu setzen. Schülerinnen und Schüler hatten sich viel Arbeit gemacht, das Leben des Juden, und vor allem des Barnstorfers, zu erforschen. Umso enttäuschter waren sie dann, als die Abstimmung gegen Wesermann und gegen sie ausfiel. Lucas sagte es hinterher ganz deutlich. „Von den Ratsherren immer dieselbe Leier. Das Engagement war toll und lobenswert und dann das große Aber. Ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind, das sich mit Lob zufrieden geben und dann einfach abzwitschern soll!“ Für die Schülerinnen und Schüler ist das Verhalten absolut nicht nachzuvollziehen. Und wenn dann noch gesagt wird, „Wir möchten die Halle frei halten für eventuelle Sponsoren“, wie Gemeindedirektor Jürgen Lübbers, dann verlieren die Jugendlichen wohl vollends ihren Glauben an die Politik. Oder glauben der Gemeindedirektor und einige Ratsherren wirklich, dass da der große Sponsor auftaucht, der der (klammen) Gemeinde unter die Arme greift? Da passte Reinhold Bömers Bemerkung „Das ist reiner Zynismus“ zu Lübbers´ Bemerkung „dass die Abstimmung keine Niederlage für die Jugendlichen ist, sondern einfach Demokratie“. Da wäre eine Benennung in „Moritz-Wesermann-Halle“ doch ein guter Akt gegen Rechts und zur Erinnerung. Schließlich gehören Sport und Politik zusammen.   © 2012 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft Diepholz, Diepholz 122 vom 26.05.2012, Seite: 14  

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