Mobbing von Schülern kann böse Folgen haben

Theateraufführung in der Christian- Hülsmeyer-Schule diente der Gewaltprävention

gewaltpv_theaterBARNSTORF(mko)Mit den Themen Gewalt, Mobbing und Bullying setzten sich am Mittwoch die Schüler der siebten und achten Klassen der Christian-Hülsmeyer- Schule in Barnstorf auseinander. Das Theaterstück „Und dann kam Alex“ verdeutlichte das Problem von physischer und psychischer Gewalt an Schulen. Mit Interesse verfolgten die Haupt- und Realschüler die Vorstellung der Schauspieler Antonia Kennel und Tom Pilath, die mit ihrem Ensemble Radiks aus Berlin zurzeit durch Niedersachsen touren. „Die Resonanz an den Schulen zeigt uns, dass das Problem des Mobbings besteht“, erklärte Antonia Kennel bei ihrem Auftritt in Barnstorf. „Wenn wir schon ein oder zwei Schüler erreichen können, ist das gut.“ Das Theaterstück wurde in Zusammenarbeit mit Psychologen, Pädagogen und dem Bundesverband Mediation erarbeitet und soll der Gewaltprävention an Schulen dienen. Es behandelt den fiktiven Fall des 17-jährigen Schülers Alex. Der von seinen Mitschülern gemobbte Jugendliche versucht, sich durch Gewalt Ansehen zu verschaffen und schlägt als Mutprobe einen älteren Mann. Mit einem Handy nehmen seine Mitschüler Alex dabei auf. Daraufhin dringt Alex am nächsten Tag bewaffnet in die Schule ein und will erzwingen, dass die Mitschüler gestehen, ihn gezwungen zu haben, den Mann zu schlagen. Sein Vorhaben misslingt. Nachdem er mehrere Stunden mit einigen Geiseln in einem Klassenraum verbracht hat, beschließt er, sich das Leben zu nehmen. Im Verlauf des Stücks führt Alex die Zuschauer in seine Welt. Auf der Suche nach Nähe und Anerkennung stößt er immer wieder auf Sprachlosigkeit und Ignoranz. In kurzen prägnanten Dialogszenen schildert er die Beziehung zu seinen Eltern, spricht über seine Wünsche und Ängste. Auch seine Eltern, eine Jobvermittlerin, die Sekretärin und eine Mitschülerin lässt er zu Wort kommen. Alle acht Rollen, die in dem Stück vorkommen, wurden von Antonia Kennel und Tom Pilath gespielt. Im Anschluss an die Aufführung, die von der Wintershall Holding GmbH gesponsert wurde, stellten sich die beiden Schauspieler einer Diskussion, in der alle Fragen der Schüler beantwortet wurden. Sie gaben dem Publikum Ratschläge für den Umgang mit Mobbing und wiesen auf Ansprechpartner an den Schulen hin. „Auch Kleinigkeiten sollten nicht unterschätzt werden“, erklärte Antonia Kennel und wies auf die verschiedenen Formen des Mobbings hin.   © 2010 Kreiszeitung Verlagsgesellschaft Diepholz Ausgabe 277 26.11.2010 Seite 29

 
 
 
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