Aus der Schulgeschichte


Aus der Schulgeschichte

Von der Volksschule zur Oberschule mit gymnasialem Zweig


Aus der am 8.1.1885 begonnenen Chronik der Volksschule zu Barnstorf geht hervor, dass als erster Stelleninhaber der Kantor Ericus Baumann von 1645 bis 1679 als Lehrer einer einklassigen Schule gewirkt hat. Das Amt des Schulmeisters muss dann lange Zeit in der Familie Baumann vererbt worden sein. 1806 entstand eine zweite Lehrerstelle.

In den 20iger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde wegen steigender Schülerzahlen bald eine dritte Lehrkraft nötig. Die Schule war eng mit der Kirche verquickt. Die Lehrer amtierten als Kantor und Kirchendiener.

Am 1. April 1924 wurde an der Volksschule eine gehobene Abteilung eingerichtet, die über das Stadium einer öffentlichen Mittelschule (1940) 1942 in die damals neu verfügte Form der Hauptschule überging. Dieser Zustand dauerte nur bis zum 1.4.1946 als Mittel- und Volksschule wieder voneinander getrennt wurden.

Die Mittelschule bestand dann in Aufbauform mit den Klassen 7 - 10. Die Jahrgänge 5 und 6 wurden als differenzierte Klassen geführt.

Ab 1.4.1953 musste die Mittelschule als grundständige Schule umgebildet werden. Diese Entwicklung wurde dadurch abgeschlossen, dass ab 1.4.1955 beide Schulen einen eigenen Rektor bekamen.

Nach einem Neubau erhielt 1958 die Barnstorfer Mittelschule die staatliche Anerkennung und die Bezeichnung: "Vollausgestaltete grundständige Mittelschule."

Im Jahre 1971 trennte die Regierung nach Zustimmung der Elternschaft und des Schulträgers die Grundschule als selbstständige Schule ab und fügte die Realschule als Realschulzug wieder der Hauptschule zu.

Am 1. August 1976 wurde der Haupt- und Realschule eine Orientierungsstufe angegliedert. Diese Schulform besuchten alle Kinder des 5. und 6. Jahrganges. Erst danach wechselten die Schülerinnen und Schüler in eine der drei Schulformen Hauptschule, Realschule oder Gymnasium.

Zum 01.08.2004 fand eine grundlegende Schulstrukturreform in Niedersachsen statt. Die Schülerinnen und Schüler wechseln nun wieder nach Klasse 4 in die weiterführenden Schulen (Abschaffung der Orientierungsstufe).

In der Haupt- und in der Realschule Barnstorf werden gleichzeitig fakultativ Ganztagsklassen eingerichtet. Dieses Angebot wird sehr gut von den Eltern angenommen. Über 75% der Kinder haben nun an zwei Nachmittagen bis 15:30 Uhr Unterricht.

Im Jahre 2005 werden die beiden vorhandenen Schulgebäude durch einen Neubau miteinander verbunden. Verwaltung und ein gemeinsames Lehrerzimmer liegen nun zentral. Die neue große Mensa löst die provisorische Mittagessensausgabe in der Pausenhalle ab.
Im Rahmen der Einweihungsfeier wird auch der am 25.10.2004 auf Antrag der Schule vom Kreistag genehmigte neue Schulname "Christian-Hülsmeyer-Schule" offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Der Erfinder und Unternehmer war 1881 in der Samtgemeinde geboren und zur Schule gegangen und gilt als der Urvater des Radars. Sein Pioniergeist und Forschungsdrang (über 200 Patente) sollen passend zum neuen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt des Schulzentrums Ansporn und Vorbild sein.

Im Sommer 2006 wurde das Hauptgebäude (Haus C) komplett entkernt und saniert, die Innräume neu zugeschnitten, die Außenfassade isoliert und verklinkert und das Flachdach durch ein gewölbtes Blechdach ersetzt. Für den stetig wachsenden Ganztagsschulbetrieb entstanden eine Bibliothek, ein Ruhe- und ein Bewegungsraum. Die Modernisierung der Fachräume in den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und musische Bildung schaffte ideale Lernvoraussetzungen. 

Zum 01.August 2011 wird im Rahmen einer erneuten Schulreform die Christian-Hülsmeyer-Schule umgewandelt: Sie ist die erste Oberschule mit gymnasialem Zweig im Landkreis Diepholz. Die Klassen sind nach Schulformen (HS, RS, GY) gegliedert. In den Fächern DE, EN, MA besteht eine enge Verzahnung, die es ermöglicht bei besonderen Leistungsstärken oder Schwächen in diesen Fächern am Unterricht einer anderen Schulform teilzunehmen. In 4-6 Wochenstunden finden der Unterricht projektorientiert schulformübergreifend statt. Gleichzeitig wird das Ganztagsangebot (4 zusätzliche Unterrichtstunden) für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.