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Christian-Hülsmeyer-Schule

Oberschule mit gymnasialem Zweig

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Diepholzer Kreiszeitung 17.12.2005
Blicke auf den Stundenplan der Christian-Hülsmeyer-Schule Barnstorf Teil 2:

Arabische Grüße an deutscher Schule

BARNSTORF (rr)

"Assalam Alykom" heißt es im wohl "exotischsten" Unterricht der Barnstorfer Ganztagsschule an der Walsener Straße
"Assalam Alykom - Grüß Dich!" Wir sind nicht etwa in einer Moschee, sondern in einer deutschen Schule. Mit dem Wandel zur Ganztagsschule wird an der Walsener Straße in Barnstorf nun auch Arabisch unterrichtet - das vielleicht "exotischste" Angebot auf dem Stundenplan der Christian Hülsmeyer-Schule.
Die Arabisch Arbeits-Gruppe ist auf Wunsch zahlreicher Eltern mit arabischem Migrations-Hintergrund entstanden. Sie hatten den Wunsch, dass ihre Kinder auch das Alphabet ihrer Muttersprache lernen.
"Dies galt es zu unterstützen," erklärt Ute Wicke (30) vom Merhaba-Projekt des Vereins zur Förderung ganzheitlicher Bildung im Welthaus Barnstorf: "Denn es ist klar, dass Kinder, die in ihrer Muttersprache alphabetisiert sind, weniger Probleme mit dem Erlernen, einer Zweit- oder Drittsprache haben."
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Mit der Bewilligung dieses Kooperationsprojektes hat die Hülsmeyer-Schule bei ihr offene Klassentüren eingerannt. "Das sich allerdings so viele Synergieeffekte ergeben, hätte ich nicht gedacht. So unterschiedlich die Motivationen sind, so unterschiedlich sind auch die Teilnehmer," hat Ute Wicke festgestellt und spricht von "Interkulturalität pur."
Die Eltern von Issa (12) kommen beispielsweise aus dem Libanon. Zuhause wird Dialekt gesprochen. Arabisch zu lesen oder zu schreiben, da hapert es. Überein stimmt sie mit Rabea und Susann (beide 15), dass es "Spaß macht, etwas zu lernen." Susann möchte in den Osterferien am Schüleraustausch in Israel teilnehmen: "Da möchte ich die Leute ein bisschen verstehen."
Ihre "besonders schöne Handschrift" bewundert Dozent Dr.Medhat Raafat (67), Erdölgeologe aus Ägypten, der in Edewecht eine Privatschule für Sprachen unterhält und der durch das Welthaus auf das Projekt aufmerksam wurde.
Er versucht, die unterschiedlichen Hintergründe und die gemischte Alterstruktur zu vereinen. "Das lässt sich gut machen, da sich neben dem gemeinsamen Interesse an der Sprache auch Interesse aneinander entwickelt," hat er mit geschultem Auge beobachtet. Die zuvor klar aufgeteilte Sitzordnung vermische sich langsam: "Die Schüler helfen sich gegenseitig." Nach anfänglicher Distanz entwickele sich so Verständnis für das unterschiedliche Lernniveau."
So begleitet Dr. Raafat freudig die Entwicklung der jüngsten Teilnehmer wie Luis (9) und Vanessa (10): "Sie zeigen großes Interesse und machen bewundernswerte Fortschritte." Schon nach sieben "Sitzungen" (also 14 Unterrichtsstunden) können alle - neben Lesen und Schreiben - das arabische Alphabet, das, weitaus komplizierter ist als das deutsche, auswendig.
Bei einer Stippvisite im Unterricht waren die Mädchen und Jungen bis in die Haarspitzen motiviert. Es war förmlich zu spüren, dass sie möglichst schnell Wissen tanken möchten, mit dem sie Gleichaltrigen auch ein Stück voraus sind.
Dazu erlernen sie eine "exotische" Sprache, die "so ein bisschen wie Holländisch klingt - auf jeden Fall mit viel hach-Hach..."

 
 
 
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