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auf der neuen Internetpräsentation der

Christian-Hülsmeyer-Schule

Oberschule mit gymnasialem Zweig

der Samtgemeinde Barnstorf

 

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Begrüßungsansprache zur Schulentlassung 2009

Herzlich willkommen liebe Abschlussschülerinnen und -schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste und Ehrengäste zu unserer 9. Abschlussfeier dieses Jahrtausends.

Namentlich begrüße ich Frau Marianne Carstens. Erstmalig während meiner fast 20-jährigen Schulleitertätigkeit in Barnstorf nimmt eine Vertreterin der Landesschulbehörde Hannover an einer Abschlussfeier dieser Schule teil. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers ist dienstlich verhindert und hat mich gebeten Euch lieben Schülerinnen und Schüler zu gratulieren und seine persönlichen Glückwünsche für Eure Zukunft auszurichten.

"Was verbindet Sudoku, den Himmelskörper Pluto, Uwe Seeler und einen Säugling miteinander und was hat dies mit der heutigen Abschlussfeier 2009 zu tun?"

Es ist die Zahl 9.

Sudoku ist ein Rätselspaß, bei dem man in 9 x 9 Kästchen 9mal die Zahlen von 1-9 so einsetzen muss, dass in jeder Zeile und Spalte und in jedem Teilquadrat alle Ziffern vorkommen. Sudoku erfordert Konzentration, analytisches Denken, systematisches, schrittweises Vorgehen. Diese Kompetenzen habt ihr in den Grundlagen an dieser Schule lernen können. Baut sie weiter aus. Unser Land braucht Nachwuchs mit Sachverstand und keine Dummschwätzer, wie ihr sie wahrscheinlich aus vielen Talkshows kennt.

Der Himmelkörper Pluto gehörte bis 2006 zu den 9 Planeten. In einer sehr umstrittenen "Nacht und Nebelaktion" wurde ihm dieser Status von einem im Auflösen begriffenen Astronomenkongress von einer noch verbliebenen Minderheit aberkannt. Auch in unserer Gesellschaft gibt es Tendenzen, den Kleinen und Schwachen Rechte abzuerkennen oder solche Menschen zu diskriminieren. Ich wünsche mir, dass ihr den Mut und die Kraft habt, solchen Tendenzen zu widerstehen oder sogar die Stirn zu bieten.

Uwe Seeler, einer der besten deutschen Fußballer aller Zeiten, trug Zeit seiner Fußballkarriere die Rückennummer 9. Dies war die traditionelle Nummer des Mittelstürmers. Obwohl körperlich klein, gelangen ihm durch Sprungkraft und Akrobatik auch gegen hoch gewachsene Verteidiger zahllose spektakuläre Kopfballtore. Seinem Verein dem HSV blieb er zeitlebens treu, selbst als Inter Mailand 1961 die höchste bis dahin weltweit gehandelte Ablösesumme von 1,2 Mio DM bot. In der heutigen Zeit, wo das geldgeile Verhalten skrupelloser Manager und Banker unser Wirtschaftssystem vor die Wand zu fahren droht und auch die Transferzahlungen von Sportlern jegliche Bodenhaftung verloren haben, halte ich es für wichtig, auch die Erinnerung an Personen aufrecht zu halten, die vorgelebt haben, dass Geld nicht alles ist.

In 9 Monaten entwickelt sich aus einer winzigen befruchteten Eizelle im geschützten Mutterleib ein Säugling. Obwohl der Mensch bei seiner Geburt die rasanteste Entwicklungsphase seines Lebens hinter sich hat, ist er doch ohne fremde Hilfe lebensunfähig. Heute 1 ½ Jahrzehnte später habt ihr 9 Schuljahre oder 9 Versetzungen hinter Euch. Eine Phase, in der ihr die wichtigen Kulturtechniken, ein Fundament an Allgemeinwissen, Grundregeln des sozialen Miteinanders, berufliche Schlüsselqualifikationen und Lebenskompetenz erworben habt. Auch dieser Lebensabschnitt fand in einem relativen Schonraum statt. Heute macht ihr den ersten großen Schritt in ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben. Die automatischen Schutzmechanismen werden zunehmend löchrig. Geht angstfrei und selbstbewusst auf diesen neuen Weg, aber überseht auch nicht die Hilfsangebote von Eltern, Freunden, Institutionen.

Zeigt Initiative und Kreativität. Habt Mut zum Neuen. Ihr lebt in einer Zeit, wo man Chancen suchen und Chancen ergreifen muss. Unser Land braucht eine jugendliche Erneuerung.
Die Jugend muss kommen.
Ich hoffe, ihr seid im Kommen.
Willkommen!

 
 
 
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